“iPad killer” – Tech-Unwort des Jahres 2011

Alle wollen sie das iPad “killen” – Dutzende Hersteller mit unterschiedlichsten Betriebssystemen im Gepäck.

RIM kündigt gefühlte 10 Jahre zu spät ihr PlayBook an. Microsoft hat das mit den Touchscreen-optimierten Betriebssystem noch immer nicht verstanden. Und man muss sich auf der Zunge zergehen lassen, dass zB auch das Galaxy Tab von Samsung kein für Tablets optimiertes Android fährt. Motorola, LG, und wie sie noch alle heißen mögen, werden in den nächsten Jahren Hunderte verschiedene Tablets groß ankündigen und vorstellen. Die OS-Landschaft wird wild durchwachsen sein. “Vielfalt” wird den Markt auszeichnen.

 

Kunden werden eigentlich nur für dumm verkauft. Sie kaufen sich Tablet X, Notebook Y. Und drei Wochen später kommt schon die nächste Armee an “neueren, tolleren” (so scheint es natürlich nur…) Geräten des selben Herstellers auf den Markt. Man braucht sich doch bitte nur, als Beispiel in der Telefonbranche, die Homepage/Produktpalette von Nokia ansehen; der eine nennt es “Vielfalt”, ich nenne es einen Haufen Kakophonie, im übertragenen Sinn natürlich.

 

Der Unterschied zwischen Apple und  jedem anderen Player in der IT-Branche ist, und wenn die Konkurrenz nicht dazulernt – bleibt, dass Erstere an ihren neuen Produkten im Hintergrund arbeiten, sie penibel zu perfektionieren versuchen, darauf achten, dass sie perfekt in die bestehende Produktpalette passen und keine Widersprüche in derselben entstehen lassen, Needs, die bei Vorgängerprodukten nicht befriedigt werden konnten, nun bedient werden; tatsächliche neue Needs schaffen, ohne dass es der Kunde vorher wusste.

 

Kurz: Innovation und Qualität statt öffentlich zur Schau gestellte Quantität lässt die Kundenzufriedenheit von Apple so hoch sein wie sie ist! So abgedroschen und mit blindem Fanboyism gespickt das für manch einen klingen mag – Das ist der springende Punkt. Einen Apple-Kunden interessiert es nicht, wie hoch der Marktanteil von Windows im PC-Bereich oder Android im Mobil-Segment ist. Er weiß, dass er im Großen und Ganzen das bessere Gerät hat. Oder anders: Vielleicht sieht er sich kurz in der Branche um, geht Produktpaletten anderer Hersteller durch. Kommt dann aber doch zum Schluss, dass sich ein Umstieg nicht lohnt.

 

Dieses “sich in der Branche umsehen” könnte zB so aussehen, dass man als Apple-Kunde auf YouTube nach CES Neuheiten, Produktvorstellungen, sucht. Und was man da so im Jahr 2011 an Videos, Interviews, ausgespuckt bekommt, ist, gelinde gesagt, einfach nur LANGWEILIG.

Über Manuel Faderny

Apple Sales Professional; Business/Law Student; Vienna
Dieser Beitrag wurde unter Digital veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s